Titel: "Ich hab' das Fräul'n Helen' baden 'seh'n"                

Komponist: Fredy Raymond

Texter: Fritz Grünbaum

Verlag: Wiener Boheme-Verlag, Wien, Berlin, New York

Erscheinungsjahr: 1925

Druckerei: Musikaliendruckerei v. Josef Eberle, Wien

Graphiker: keine Angabe

Sammlungsnummer: 462

 

Der Song erzählt wie sich die Sicht auf schöne Waden ändern kann:

 

Immer wenn man sieht den guten Friedrich,

jammert er: "das Leben ist so widrig!"

Aber gestern Nacht hat er so gelacht,

als hätt' einen Treffer er gemacht!

Gemacht! Gemacht!

Wie er ins Hotel nach Haus' gekommen,

hat er eine falsche Tür' genommen,

wo das schöne Fräul'n Helene grad im Bade saß.

Da rief er in heller Ekstas':

 

Refrain:

Ich hab' das Fräul'n Helen' baden 'sehn, das war schön!

Da kann man Waden seh'n, rund und schön im Wasser steh'n!

Und wenn sie ungeschickt tief sich bückt so,

da sieht man ganz genau bei der Frau, oh!

Ich hab' das Fräul'n Helen' baden 'sehn, das war schön!

Da kann man Waden seh'n rund und schön im Wasser steh'n!

Man fühlt erst dann sich recht als Mann,

wenn man beim Badengeh'n Waden seh'n kann!

 

Wie verwandelt ist der Friedrich heute,

freundlich grüßt er unebekannte Leute.

Auch beim Busineß, ist er voll Noblesse,

Will man ihn betrügen sagt er: "Yes

Oh yes! Oh yes! Oh yes!"

Er, der punkto Reinlichkeit ein Hasser,

schwärmt begeistert plötzlich nur für Wasser.

Die Gemeinde seiner Freunde weiß nicht aus noch ein.

Doch er lacht in sich nur hinein:

 

Refrain

 

Unser Freund, der nahm zur Frau Helene;

doch die Waden, welche einst so schöne,

schlank und zart und süß, wurden später mieß

und so dick wie vom Klavier die Füß!

Die Füß', die Füß', die Füß!

Geht die Gattin heut' ins Badezimmer,

schaut der Mann sich nicht mehr an die Trümmer,

sondern weise schließt er leise hinter ihr die Tür'

und spielt am verstimmten Klavier:

 

Refrain

 

In der Rubrik "Top Komponisten" gibt es weitere Hinweise über Fredy Raymond, der Komponist des Liedes.

 

Bei You Tube gibt es mehrere Clips von o.g. Song. Am besten gefällt mir der Clip wo Max Kuttner 1925 den Song vorträgt.